Freitag, 25. april 2008
Die Zeiten werden für bestimmte Bevölkerungsgruppen immer härter,
da der Sozialstaat seine Aufgaben nicht mehr finanzieren kann.

Alte, Arbeitslose, Familien mit Kindern werden es immer schwerer haben, angesichts steigender Preise, sich ein menschenwürdiges Leben erlauben zu können. Aber auch Randgruppen, Opfer von Straftaten und zwangsverheiratete Frauen mit Migrationshintergrund haben in diesem System keinen Platz mehr.

Früher gab es die Mehrgenerationen-Familie.
Diese Lebensform stribt immermehr aus, weil die Strukturen und Werte zerbrechen.
Heute gehen immer mehr Menschen Zweckgemeinschaften ein.
Wohngemeinschaften, wie der Verein Neuland in Neustadt an der Weinstrasse, oder neue Wohnideen wie es das Mietshäuser-Syndikat in Freiburg, oder ganz einfache Wohngemeinschaften unter Hartz IV-Empfängern, die sich bald keine eigene Wohnung mehr leisten können wird.

Besonders das Wohnen unter Hartz IV- Gegebenheiten
nehmen immer merkwürdigere Formen an:

Wenn Menschen lange Jahre in ihrem gewohnten Umfeld gewohnt haben, sollen sie entweder zwangsweise umziehen, weil ein Mitglied der Familie die "Bedarfsgemeinschaft" verlassen hat und somit die Angemessenheit
der Wohnung überschritten ist, oder sie sollen untervermieten.
Im Osten Deutschlands hat es schon ganz krasse Formen angenommen, wo ein
Zimmer in der eigenen Wohnung einfach abgeschlossen wurde.
Auch ist die Praxis für die Heizkostenübernahme bedenklich. Egal, ob
vollisolierter Altbau oder es sich um eine zugige Wohnhöhle handelt, es
wird von der öffentlichen Hand bezahlt.
Da Passiv-Häuser in der Regel sich nicht am unteren Ende der Mietobergrenze bewegen, werden alte Gebäude, die der Wärmeschutzverordnung widersprechen, indirekt öffentlich subventioniert.
Die Mietpreise für "angemessenen" Wohnraum explodieren förmlich, während bestimmte Kommunen die Grenzen der Angemessenheit immer weiter herunter setzen und somit eine schleichende Ghettobildung forciert wird.

Hier werden wir andere Wege gehen. Ältere Menschen,
Arbeitslose, die bereit sind, sich in eine WG einzubringen und somit ihrer sozialen Isolation zu entfliehen,  alternative Lebensform "erleben".

Lieber wird Arbeit und Verdienst geteilt,
anstatt jeder für sich vereinzelt und isoliert zu leben.

Jedoch wird jeder seine Rückzugsmöglichkeit haben, wenn mal Gewitterwolken aufziehen. Jeder soll seine Türe hinter sich zumachen können.
Aus Kostengründen ist es nicht möglich, jedem sein eigenes Schloss zu errichten.
Ein eigenes Zimmer, Bad und Küche.
Zudem darf ja jeder einzelne 45 m² sein eigen nennen.

Kleine 2-stöckige Häuser in Holzständerbauweise aus Stroh-, später aus Miscanthusballen als Baustoff mit Lehmverputz mit einer Grundfläche von 8 x 8 Metern. Dieses Häuschen kann als Reihenhaus aufgebaut werden und entweder zum Wohnen oder für Gäste oder als kleiner Gewerberaum genutzt werden. Nachträgliche Änderungen mit geringen Mitteln
sind möglich .
Der Preis für ein bezugsfertiges Häuschen soll unter 100.000 € liegen.
Also im Falle von 3 Singles 33.333 € je Wohneinheit mit einem gemeinsamen Raum von 8 x 8 Metern (mit Glas überdachter Innenhof, der verschieden genutzt werden kann).

Passiv-Häuser mit geringen Betriebskosten und gesundem Wohnklima (viele Wohnungen innerhalb der Angemessensheitsgrenze haben enorme Schäden wie Schimmel, usw.).

Das  Passiv-Haus aus Miscanthus-Ballen von der Stange für unter 100.000 €
für 180 m² in Serienproduktion.
 
von nettworker veröffentlicht in: Energie effektiv kostensparend Community: Energie effektiv kostensparend
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