Machen wir uns nichts vor:
Egal was uns die Politiker mit Statistiken vorrechnen wollen:
Es wird keine Vollbeschäftigung mehr geben. Es gibt zu wenig Arbeit.
Denn 3,5 Mio offizielle Arbeitslose minus 1 Mio offene Stellen ergeben immer noch 2,5 Mio Arbeitslose.
Rechnen wir 9,3 Mio geschätzte ALG II Empfänger, also auch Menschen, die trotz Vollzeit-Jobs auf staatliche Unterstüzung
angewiesen sind, dann sieht die Rechnung noch düsterer aus.
Was also tun ? An Hartz IV resignieren ?
Warten, bis jemand uns an die Hand nimmt, um uns in die Arbeit zu führen ?
Nein, wir haben eine gewisse Selbstverantwortung.
Der Staat hat zu wenig Geld, um die wirkliche Zahl von Hartz IV-Empfängern zu bezahlen.
Mit Zwangsmaßnahmen und Sanktionen, sowie sinnlosen Qualifizierungsmaßnahmen entfernen wir uns immer weiter von den Grundrechten und dem sozialen Frieden.
Gibt es Wege aus der Krise ?
Es wird derzeit viel und kontrovers diskutiert.
Über Bürgergeld. Über noch mehr Kürzungen. Über Auswandern.
Unserer Meinung nach gibt es auch andere Wege aus der Krise.
Eine Idee - das Nawaro-Projekt !
Gegenden wieder zu besiedeln, die mehr und mehr vom Aussterben bedroht sind. Dazu zählen weite Teile Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns.
Das NAWARO Projekt sieht vor, aus dem Baustoff Miscanthus Strohhäuser in Holzständerbauweise mit Lehmverputz behinderten- und altengerechte Häuser zu bauen.
So konzipiert, dass Großfamilien, Wohngemeinschaften und/oder Kleingewerbe ohne große Umbaumaßnahmen realisiert werden können.
Jedes Haus bekommt ein einfaches Auto, eine Erstausstattung an Möbeln, so dass in den nächsten 10 Jahren keine Neuanschaffungen getätigt werden müssen.
Diese Häuser betreiben eine oder mehrere Windkraftanlagen nach dem Savonius Prinzip unter 10 Meter Bauhöhe, die wesentlich billiger zu produzieren sind, als
herkömmliche. Das aus dem Stromverkauf resultierende Einkommen wird für die Tilgung des notwendigen Kredites verwendet. Der Überschuss gilt als Einkommen und wird auf die Betreiber gleichmäßig
verteilt. Nach Abzug aller Kosten dürfte
dieses "Einkommen" bei dem heutigen ALG II Satz liegen.
Jedoch fallen weder Kosten für die KdU (Miete/Heizung) an, da diese bereits bezahlt sind und wesentlich günstiger ausfallen, da es sich hier um ein Passivhaus handelt.
Zum Vergleich:
Eine 5-Köpfige Familie kostet den Staat in 20 Jahren etwa 360.000 €.
Das bedeutet: Der ehemalige Hilfebedürftige wohnt zwar JWD,
aber im Eigentum und ist nicht mehr auf staatliche Hilfe angewiesen.
Was kostet das den Staat?
Eine nicht abtretbare 100% Bürgschaft über 100.000 €.
Aber diese wurde abgelehnt mit Schreiben vom 21.04.2008.
Welche weiteren Vorteile ergeben sich ?
Das lokale Handwerk erhält verstärkt Aufträge,
Infrastruktur bleibt in ländlichen Gebieten erhalten,
zunehmende Unabhängigkeit von Öl und Gas,
Positive Bilanz bei den Emissionswerten und der Ökobilanz,
Möglichkeit der Selbstversorgung der Bewohner durch angegliedertes Gewächshaus, Bildungschancen der Kinder durch Anbindung ans Internet
Was kostet das die Kommune ?
Einige Hektar Land und einige hitzige Diskussionen im Gemeinderat.
Kann das Programm mit bestehenden Förderungen gefördert werden?
Nach heutigem Kenntnisstand: NEIN
Förderprogramme wie Entwicklung ländlicher Raum (ELER) fördert keine NAWARO-Projekte
Andere Förderprogramme setzen entweder Eigenkapital voraus (das ein Hartz
IV-Empfänger nach SGB II bereits vor Antragsabgabe verwerten muss) oder Co-Finanzierungen durch die Hausbank (ein Hartz IV-Empfänger hat schon Schwierigkeiten, ein Konto zu bekommen).
Alle bisherigen Versuche der Initiatoren, hier an Fördergelder zu kommen, sind alle, in Brandenburg abgelehnt worden.
Ein Hartz IV-ler hat keine Bonität. Deshalb rate ich auch persönlich von Schritten in die Selbstständigkeit ab. Hier wollen sich die Auftraggeber lediglich vor den Pflichten drücken und die
Sozialabgaben sparen. Nicht dass der Existenzgründer in einem Jahr wieder im ALG II-Bezug steht, nur mit noch mehr Schulden.
Um unser Projekt zu realisieren, muss der Staat ein entsprechendes Bürgschaftsprojekt auf die Beine stellen und sich zu einer Lösung bekennen.
Nicht in 5 Jahren, sondern jetzt.
Denn jeden Tag werden es mehr Menschen, die merken, wie sie um ihre Sozialleistungen betrogen werden.
Also weg von Sanktionen hin zur Eigeninitiative.
Dies wäre eine Alternative zu Hartz IV, wovon viele profitieren könnten.
Hier sind Entscheider gefragt und nicht Nörgler oder Bedenkenträger
bitte leiten Sie diesen Artikel an alle Menschen weiter die fähig sind Entscheidungen zu treffen, damit sich endlich etwas in die richtige Richtung bewegt.
Weitere Informationen finden Sie unter
das Nawaro-Projekt